Baumpflege ist das A und O

Stadtbäume benötigen – besonders an verkehrsreichen Standorten – vom Jungbaum bis zum Altbaum eine angemessene Baumkontrolle zur frühzeitigen Erkennung von eventuellen Gefahren. Kranke und tote Äste müssen entfernt werden, wenn die Verkehrssicherheit durch sie nicht mehr gegeben ist. Das Gleichgewicht zwischen Kronen- und Wurzelvolumen soll erhalten oder wiederhergestellt werden. Bei allen Schnittmaßnahmen müssen die gesteckten Ziele mit möglichst geringem Schnitt erreicht werden. Aus Unkenntnis werden viele Bäume gar nicht oder zu spät und dann radikal beschnitten.

Bäume müssen auch nicht unbedingt gefällt werden, wenn sie zu viel Licht wegnehmen oder z. B. durch Laubfall zu viel Arbeit verursachen. Auch vorsorgliche Fällungen im Namen der Verkehrssicherheit sind oft übertrieben. Mit der richtigen Pflege, Kontrolle und den fachgerechten Maßnahmen können Ihnen Ihre Bäume noch lange Freude machen. Das Team von Bischof Baumpflege begutachtet Ihren Baum, beurteilt die Bruch- und Standsicherheit und bespricht mit Ihnen die eventuell erforderlichen Eingriffe. Die Baumpflege sollte von Spezialisten durchgeführt werden, um zu vermeiden, dass der Baum unnötig verletzt wird. Aus Vogelschutzgründen achtet das Bischof-Team darauf, dass sich keine Nester in den Ästen befinden. Nach der Arbeit kann das anfallende Schnittgut selbstverständlich vor Ort geschreddert und z.B. als natürliche Mulchschicht im Garten eingebracht werden, oder es wird abgefahren.

Aufbau- und Erziehungsschnitt

Späteren Problemen und den damit verbundenen Kosten kann mit dem richtigen Aufbau und Erziehungsschnitt vorgebeugt werden. Weite Pflanzabstände oder ein fachgerechter Schnitt ermöglichen den Bäumen einen artgerechten Habitus. Die örtliche Standortsituation kann auf unterschiedlichste Art und Weise verbessert werden. Der oft beengte Raum muss optimiert werden, damit die Bäume eine Überlebenschance haben. Fehlentwicklungen von jungen Bäumen wie Zwieselbildung (Gabelungen) können mit der frühen Pflege verhindert werden.

Kronenpflege

Die Kronenpflege ist die häufigste baumpflegerische Maßnahme, sie ist eine Vorbeugung gegen Fehlentwicklungen, Totholzbildung und dient der Korrektur der Krone. Sich kreuzende, reibende, kranke oder tote Äste werden entfernt. Aufwendigere Maßnahmen, die ohne Baumpflege auf Sie zukommen, könnten so verhindert werden.

Totholzbeseitigung

Abgestorbene Äste sind eine der größten Gefahrenquellen z.B. für Passanten, die von einem Baum ausgehen können. Aber nicht jedes Totholz muss unweigerlich herausgeschnitten werden, solange keine Gefahr von herabfallenden Ästen ausgeht, denn es ist beispielsweise für Spechte eine wichtige Lebensgrundlage.

Kronenauslichtung / Kronenentlastung

Kronenauslichtung vorher
Kronenauslichtung nachher

Zu dicht stehende Äste im Fein- und Schwachastbereich werden entfernt, um eine bessere Lichtdurchlässigkeit zu erreichen und weniger Angriffsfläche für Wind, Sturm und Schneelast zu bieten. Auch Äste im Kroneninneren, die nicht mehr der Photosynthese dienen, können entfernt werden, bevor der Baum sie absterben lässt und eine mögliche Gefahr von ihnen ausgeht. Bei alten Bäumen, deren Lebenskraft nachlässt, kann diese Maßnahme lebensverlängernd sein. Auch bei fehlender Standsicherheit können im äußeren Kronenbereich Äste weggenommen und damit unter anderem die Hebelwirkung auf Zwiesel und die Gefahr eines Bruches verringert werden.

Kroneneinkürzung

Linde vor einem Kronenrückschnitt
Linde nach einem Kronenrückschnitt
Baumkrone vor der Maßnahme
Baumkrone nach der Maßnahme

Zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit und dem Freistellen von Hausfassaden oder Laternen kann eine Kroneneinkürzung bis in den Grobastbereich notwendig werden. Dabei werden geschädigte und bruchgefährdete Äste entfernt. Das Erscheinungsbild des Baumes verändert sich, wobei man sich immer beim Schneiden an dem natürlichen Habitus des Baumes hält – so gut wie es möglich ist. Dies ist eine Aufgabe für Experten, denn die Maßnahme kann, wenn z.B. sie zur falschen Zeit ausgeführt wird, zu verstärktem Wachstum führen.

Lichtraum freischneiden an Straßen

Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten müssen in Deutschland 4,50 Meter über Straßen und 2,50 Meter über Geh- und Radwege frei sein.

Obstbaumschnitt

Ein fachgerechter Obstbaumschnitt beugt nicht nur Fehlentwicklungen vor, er sorgt auch für eine reichhaltige Ernte und viele reife Früchte. Zudem ist es möglich, einen Obstbaum in seinem Höhenwachstum zu begrenzen, um die Ernte zu vereinfachen.

Zeiten für einen schonenden Schnitt

Stadtbäume müssen oft wegen eines stark begrenzten Wuchsraumes regelmäßig gekürzt werden. Das gilt für freiwachsende Bäume nicht. Sind jedoch Schnittmaßnahmen notwendig, gibt die Vitalität des Baumes den idealen Schnittzeitpunkt im direkten Zusammenhang vor. So wird beispielsweise ein stark kränkelnder Altbaum zu einem anderen Zeitpunkt als ein sehr wüchsiger Jungbaum geschnitten. Viele Maßnahmen sollten im belaubten Zustand, wenn die Pflanze aktiv wächst (Vegetationszeit), ausgeführt werden. Im Sommer ist das Gewebe aktiv und die Wundreaktion kann sofort beginnen, der Schnitt verheilt besser. Grundsätzlich sollten Bäume in kürzeren Intervallen und dafür weniger geschnitten werden. Dann haben Pilze und Bakterien aufgrund der kleineren Wunden, geringere Chancen sich anzusiedeln.

Wenn Sie Fragen haben oder einen Beratungstermin vor Ort wünschen, rufen Sie uns unter 04 41 / 570 40 17 an.