Baumkontrolle und Baumuntersuchung

Baumkontrolle und Baumuntersuchung

Baumeigentümer sind gesetzlich dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass von ihren Bäumen keine Gefahr ausgeht. Sie haften grundsätzlich für ihre Bäume. Wir von der Firma Andre Bischof Seilkletterer besichtigen und kontrollieren den Baumbestand in einem für ihren Baumbestand angemessenen Zeitraum. Bei der Inaugenscheinnahme vor Ort können zahlreiche Schäden an Wurzelanläufern, Stamm und Krone und ihre Ursachen erkannt werden. In Ausnahmen sind aufwendigere Untersuchungen notwendig. Regelmäßige Kontrollen – im belaubten und im unbelaubten Zustand – sind ratsam.

Verfärben sich die Blätter eines Baumes kann dies ein Warnsignal für den Baumbesitzer sein, wenn es sich nicht um die normale Herbstfärbung handelt. Die Ursachen für pathologische Verfärbungen können Schäden im Wurzel-, Stamm- oder Kronenbereich, schlechter Nährstoffgehalt oder Parasiten sein. Pilzbefall kann am Stamm, im Kronen- und im Wurzelbereich auftreten. Vertrocknete Äste und Blätter im obersten Kronenbereich (Spitzendürre) können beispielsweise auf einen Versorgungsmangel hindeuten. Bei Sturmschäden oder anderen mechanischen Schäden können größere Äste ausbrechen.

Neben den Baumschäden durch wetter- oder bodenbedingten Schadfaktoren können Viren, Pilze, Insekten und Bakterien die Ursachen für eine Baumkrankheit sein.

Pilzbefall

Pilzbefall am Baum
Pilze am Baumstamm
Pilz unter der Baumrinde

Es ist sehr wichtig, Pilze zu erkennen und sie zu bestimmen, um zu wissen, ob von ihnen eine Gefahr für den Baum oder das Baumumfeld ausgeht. Pilze sind unentbehrliche Helfer im Naturhaushalt, sie zerlegen totes Holz in seine Bestandteile. Zahlreiche Pilzarten stellen jedoch eine Gefahr für Bäume dar, denn sie können auch lebende Gehölze besiedeln und die Stand- und Bruchsicherheit beeinträchtigen. Es gibt eine Vielzahl von Krankheiten wie Welken, Rindennekrosen oder Holzfäule, die durch die unterschiedlichen Pilzarten (Bakterien) hervorgerufen werden können. Manche Pilze leben lange Zeit verborgen im Holzinneren oder an den Wurzeln. Bilden sie Fruchtkörper, sollte er bestimmt werden. Zahlreiche Pilzfruchtkörper sind einjährig und oft nur kurze Zeit zu sehen. Ihr Entfernen bringt in den seltensten Fällen eine Lösung, da sie nur die Vermehrungsorgane der Pilze sind. Das eigentlich Pilzmyzehl lebt meistens im Inneren des Baumes und ist mit dem bloßen Augen (bis auf wenige Ausnahmen) nicht erkennbar. Mit anderen Pilzen können die Bäume ohne Gefährdung lange leben. Die Krankheitsbilder müssen sicher erkannt und bewertet werden, um die richtigen Maßnahmen zu planen. Für einige Pilze besteht eine Meldepflicht.

Milben, Insekten und Raupen

Eine große Gefahr für Stadtbäume können Milben und Insekten wie Blatt- und Schildläuse darstellen. Die Larven, unter anderem des Borkenkäfers, bereiten den Pilzen einen Weg ins Holz. Und auch Raupen setzen in den letzten Jahren vermehrt den Bäumen zu. Zurzeit sind hier insbesondere der grüne Eichenwickler, kleine und der große Frostspanner, Ahorn-Herbstspinner und der orangegelbe Breitflügelspanner zu nennen. Bei einem Auftreten von Goldafterraupen und Eichenprozessionsspinnern können – besonders Kinder – durch die Brennhaare gesundheitlich angegriffen werden. Für die Bäume ist ein einmaliger Kahlfraß selten eine Gefahr, aber wenn der Raupenfraß über mehrere Jahre stattfindet, hat das Auswirkungen. Einige Raupen – z.B. der Eichenprozessionsspinner – sind meldepflichtig.